01.03.2025 | Kanu-Slalom

Deutsches Kanu-Slalom-Team sitzt wegen Zyklon auf La Réunion fest

Die Das Bootshaus in Reunion: Deutschen helfen auch beim Aufräumen an der Strecke.. Foto: Andrea Herzog

Das für einen Warmwasser-Lehrgang auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean befindliche deutsche Kanuslalom-Team sitzt wegen des Zyklons „Grarance“ auf der Insel fest. Mit dabei sind auch der Olympia-Bronze-Gewinner von Paris, Noah Hegge (KS Augsburg) sowie Andrea Herzog (Leipziger KC), die Olympia-Dritte von Tokio. Der schwere Wirbelsturm traf am Freitagmorgen mit Windböen von mehr als 200 Kilometren pro Stunde auf die Insel, bekleidet von Starkregen. Zehntausende waren ohne Strom und Wasser, aktuell wird von mindestens drei Todesopfern gesprochen. Dem Kanuslalom-Team ist nichts passiert.

Weil der Flugverkehr ebenfalls zusammengebrochen ist, konnte das Team jedoch nicht wie geplant abreisen. Die ersten sollten bereits gestern abfliegen. Heute Abend um 18.30 Uhr werde der Flughafen wieder geöffnet, informierte Kajak-Bundestrainer Thomas Apel. Dann werden die ersten die Insel verlassen. Die letzten, die Kajak-Damen, werden voraussichtlich am Dienstag abfliegen können.

Derweil nutzt das deutsche Team die Zeit, um beim Aufräumen der stark geschädigten Kanuslalomstrecke zu helfen. Unmengen an Schlamm aus dem Bootshaus und in dem Kanal und umgeknickte Bäume sind zu beseitigen.

Zum Warmwasserlehrgang zieht Apel ein positives Fazit. Trotz des erstmals breiten Kaders von 24 Sportlerinnen und Sportlern habe das Training gut funktioniert, sagte er. Auch sehr junge Athletinnen und Athleten, auf die der Deutsche Kanu-Verband langfristig für die kommenden Olympischen Spiele setzt, sind diesmal dabei. Die Jüngeren sollen langfristig an die internationale Spitze herangeführt werden. Im nacholympischen Jahr wird damit verstärkt der Fokus auf den Nachwuchs gerichtet.

 Text: Uta Büttner

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